23. Juli 2009

Fische im Designer-Anzug – Schokolade, die nicht dick macht

„art bodensee" in Dornbirn lädt Kunst-Interessierte zum Kunst-Genuss

Kunst schauen, Kunst erleben, Kunst kaufen - diesem Motto wird die „art bodensee" in Dornbirn heuer besonders gerecht. Denn rund fünfzig renommierte Galeristen aus Europa und Übersee zeigen Werke von 400 jungen und etablierten Kunstschaffenden. Die einzige Sommer-Kunstmesse läuft von Freitag, 24. Juli bis Sonntag, 26. Juli in der Vorarlberger Messestadt.

Besonders erfrischend ist das vielfältige Angebot an Zeichnung, Malerei, an Skulptur, Videokunst und Fotografie. Neue Positionen bekannter Künstler wie Dirk Brömmel (vertreten von der Galerie Witzel) oder Ottmar Hörl (bei Maisenbacher Art Gallery) regen ebenso zum Kunstgenuss an wie die Auswahl bei den erstmals vertretenen Galerien pablo's birthday (New York), Victor Lope Contemporary Art (Barcelona), Supper (Karlsruhe) oder Robert Drees (Hannover).


Neue Galerien aus den USA und aus Spanien
Insgesamt sind rund fünfzig Galerien und Kunst-Vereinigungen aus acht Ländern in Dornbirn dabei: Aus den USA, aus England, Spanien, Italien, Liechtenstein, Deutschland und Österreich. Weiters bietet die „art bodensee" Platz für Kultur-Institutionen wie die Stiftung Liner Appenzell, das Voralberger Architektur Institut, den Kunstraum Dornbirn, die Kunsthäuser aus Chur, Vaduz, St.Gallen und Bregenz oder den Landesverband Galerien in Baden-Württemberg.

Ein erster Streifzug durch die „art bodensee" macht Lust auf Kunst und regt zum Schmunzeln an: Am Stand der Neue Kunst Gallery Michael Oess sind beispielsweise (Bodensee-)Fische im Designer-Anzug zu erstehen. Der Konstanzer Künstler Markus Brenner hat sich nämlich gefragt, wieso Fische nackt schwimmen und sie kurzerhand angezogen. „Cherries Deluxe" bietet die DavisKlemmGallery, eines der Werke von Peter Anton aus Connecticut/USA. Seine „leckeren" Schokolade-Arbeiten befinden sich unter anderem in Museen und renommierten Privatsammlungen, zum Beispiel bei Ex-US-Präsident Bill Clinton, dem weltberühmten Architekten Norman Foster, bei Prinzessin von Jordanien oder Stones-Gittarist Keith Richards.

Die „art bodensee" zeichnet sich seit ihrer Gründung im Jahr 2001 durch konsequente Qualität aus. Zudem sind die Preise für die angebotenen Werke fair angesetzt, ohne Aufschlag wie in den großen Kunst-Metropolen. Künstler wie Ralph Fleck, Tone Fink, Thitz oder Hellmut Bruch erklären ihr Werk den Messebesuchern persönlich und feiern gleichsam gemeinsam mit ihren Galeristen die Sommer-Kunstmesse. Bei der „Gartenzwerg-Verwertungs-Werdung" von Pavel Schmidt, dem „Fotostudio" von Götz Bury oder dem Kunst-Container des Vorarlberger Messe-„rookie" Bernhard Buhmann können Messebesucher ganz intensiv und interaktiv mit den Künstlern in Kontakt treten.

60.000 Ankaufsbudget für „art bodensee collection 09"
Bereits zum zweiten Mal wird eine unabhängige Jury auf der „art bodensee" einkaufen: Denn in Kooperation mit der ÖBB Infrastruktur Bau AG, der Schoellerbank oder der Logistik-Firma Schenker werden von der Messe Dornbirn Positionen Junger Kunst gesammelt. Insgesamt stehen heuer 60.000 Euro für Ankäufe zur Verfügung.

Aber auch die im vergangenen Jahr angekauften Werke sind auf der Sommer-Kunstmesse in Halle 13 zu sehen. Für die Auswahl 2008 und 2009 sind Konrad Bitterli (Kunstmuseum St.Gallen), Ingrid Adamer (Kuratorin und Journalistin) sowie Kurt Prantl und Albert Baumgarten (Fachbeirat) verantwortlich.

Von besonderer Bedeutung für den internationalen Fachbeirat sowie die Partner von Stadt Dornbirn und Land Vorarlberg sind überdies die kostenfrei angebotenen Führungen. Ebenso wird für die jüngsten Besucher der Sommer-Kunstmesse eine Kreativ-Zone geboten: Die „kunst.kids" können mit der Künstlerin May-Britt Chromy erste Erfahrungen mit Bildender Kunst machen.

Öffnungszeiten 9. „art bodensee"
Freitag, 24. und Samstag, 25. Juli täglich von 13 bis 20 Uhr
Samstag, 26. Juli von 11 bis 18 Uhr
Führungen 9. „art bodensee"
Freitag und Samstag um 14, 16 und 18 Uhr
Sonntag um 12, 14 und 16 Uhr
Treffpunkt Info Foyer Halle 13
Kooperationen: Bregenzer Festspiele, Kunst aus der Zeit, Poolbar, VPack, Flatz Museum
Anfahrt:
Aus Deutschland:
B 31 aus Richtung Friedrichshafen, A 14/E 60 bis Dornbirn-Süd (Exit 18)
A 96 aus Richtung München/Stuttgart/Ulm, A 14/E 60 bis Dornbirn-Süd (Exit 18)
Korridor-Vignette Bregenz - Dornbirn und retour 4 Euro
Aus der Schweiz und aus Liechtenstein:
A 13/A 1 bis zur Ausfahrt Au/Lustenau
Aus Norditalien und Österreich:
A 14/E 60 bis Dornbirn-Süd (Exit 18)
Öffentlicher Verkehr:
Ab Hauptbahnhof Dornbirn mit dem Stadtbus (Linien 1, 4, 5, 6 oder 8) oder dem Landbus (Linien 50 und 52) direkt und kostenfrei ins Messegelände

 

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