

Steigerung der Qualität trotz reduziertem Angebot auf der 11. „art bodensee"
Bereits zum elften Mal zeigte die „art bodensee" der Messe Dornbirn zeitgenössische Kunst für ein ausgesprochen interessiertes Kunstpublikum in Dornbirn. Die ausstellenden Galeristen und Institutionen aus fünf Ländern überzeugten mit einem hohen Qualitätsanspruch. Dies spiegelt sich auch in den Besucherzahlen wieder. Obwohl noch nicht alle Karten abgerechnet sind, werden es mit dem letzten Messetag hochgerechnet über 5.000 Besucher sein. Die nicht in der Zahl selbst den wichtigen Anspruch einnehmen, sondern sich für die Aussteller in den durchwegs sehr positiven und wichtigen Verkaufszahlen bemerkbar machen.
Weniger ist mehr
Was absolut als Resüme der begonnenen „Neuausrichtung" der „art bodensee" aus Sicht der Messe Dornbirn genommen werden kann, erklärt Geschäftsführer Dietmar Stefani: „Die ‚art bodensee' stellt sicherlich eine Art Juwel im Portfolio der Messe Dornbirn dar. Daher ist auch nach der elften Ausgabe ein klares Bekenntnis zu dieser einzigartigen Sommer-Kunstmesse zu betonen und auch ein klares Bekenntnis zu mehr Qualität hervorzuheben." Sie stelle ein Spiegelbild der Vorarlberger Kunst- und Kulturszene dar und dabei sei auch besonders die weiterhin regionale Verankerung von entscheidender Bedeutung. „Zudem hat sich die Implementierung der Sonderschau mit acht zeitgenössischen künstlerischen Positionen aus Wien insofern als Erfolg erwiesen, als sie verstärkt ein kunstinteressiertes, qualitätsbewusstes Publikum angezogen hat. Auch wenn die Entscheidung für mehr Qualität in diesem Jahr quantitativ weniger Galerien bedeutete, so sehen wir uns im nun eingeschlagenen Kurs auch aufgrund vieler positiver Rückmeldungen von Seiten der Aussteller wie von Seiten des Publikums durchwegs bestätigt", zieht die neue Projektleiterin, Isabella Marte, ihr Fazit. Im Sinne der Weiterentwicklung der „art bodensee" werde zudem auch künftig ein stärkerer Bezug zur regionalen Kulturlandschaft eine wichtige Rolle spielen. Einen Anfang stellte in diesem Hinblick bereits die erstmalige Kooperation mit dem poolbar-Festival dar. „Die gemeinsame Zusammenarbeit mit der ‚art bodensee' bedeutet nicht nur eine Sympathiekundgebung und eine effiziente werbewirksame Vernetzung für uns, sondern eine echte inhaltliche Bereicherung. Das poolbar-Festival will unterschiedlichste Besuchergruppen erreichen - mit der Kompetenz der ‚art bodensee' gelingt das perfekt. Die Kooperation hat Zukunft und Potenzial und soll, wenn möglich, weiter ausgebaut werden", erklärt Herwig Bauer, Initiator des poolbar-Festivals.
Aufbruchstimmung in den Hallen spürbar
Ein Galerist der ersten Stunde ist Kurt Prantl, Fachbeirat und Inhaber der Galerie am Lindenplatz in Vaduz, der heuer mehrere Erfolge auf der „art bodensee" zu verzeichnen hat. „Die ersten Messetage sind bei uns wirklich sehr gut verlaufen. Neben mehreren positiven Verkaufsabschlüssen, konnte ich ein Werk von Heinz Mack aus dem Jahr 1959/60 an einen Schweizer Sammler in sechsstelliger Summe als Reservation verbuchen." Zudem erklärt Prantl, dass die „art bodensee" deutlich an neuer Dynamik und Aufschwungstimmung zugenommen habe und für Galeristen eine angenehmere Basis bilde, als im Vergleich zu anderen, eher überfüllten Kunstmessen.
Zu den weiteren Stammgalerien, wie u.a. Albert Baumgarten (D-Freiburg), Wesner (D-Konstanz), Caren Jones (D-Köln), Michael Oess (D-Karlsruhe), Hartmann (A-Wien) und Feurstein (A-Feldkirch), gehört auch die Bregenzer Galeristin Lisi Hämmerle. „Mit der heurigen ‚art bodensee' bin ich sehr zufrieden. Wir haben durch unsere Installation der Künstlerin Barbara Husar und deren Werke wirklich viele interessierte Besucher und auch ein durchwegs positives Kaufgeschäft gehabt."
Ein internationaler Vertreter stellt Victor Lope der Galerie „Arte Contemporáneo" aus Barcelona dar. Bereits zum dritten Mal ist der Spanier bei der „art bodensee" mit dabei und kann ebenfalls mit guten Verkaufsgeschäften Bilanz ziehen. „Die Sommer-Kunstmesse in Vorarlberg überzeugt mit einer sehr hohen Qualität, sehr vielen kaufkräftigen Kunden und einer kleinen, aber sehr angenehmen Atmosphäre. Wir werden sicher nächstes Jahr wieder kommen." Aus Sicht von Galerist Michael Sturm aus Stuttgart hat sich die Messe „in diesem Jahr gesund geschrumpft". Wenn das heuer Begonnene weiterhin dazu führe, dass das kauffreudige Fachpublikum noch mehr nach Dornbirn geholt werden könne, dann stehe die „art bodensee" sicherlich weiterhin als Impulsgeber für die Kunst- und Kulturlandschaft im Vierländereck Österreich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein.
Erfolgreiche Nachwuchsplattform
Die „rookie of art bodensee", Christine Lederer, konnte heuer erstmals als Teil der Galeristen in der Halle 14 ihre Kunst dem interessierten Publikum näher bringen. „Als junge Künstlerin stellt die ‚art bodensee' eine großartige Möglichkeit dar sich und seine Kunst zu präsentieren. Was sich bei mir mit einigen Verkäufen und auch Angeboten für weitere Ausstellungen sehr positiv bemerkbar gemacht hat. Somit bin ich total froh, dass ich dabei sein konnte und zudem noch eine viel freiere Inszenierung möglich war, als in dem ursprünglichen Container".
„art bodensee-collection" weiter ausgebaut
Auch dieses Jahr stand für den Ankauf der „art bodensee-collection" ein Budget zur Verfügung. Die Auswahl trafen heuer die Jurymitglieder Kunsthaus-Direktor Ylmaz Dziewior, Andrea Jahn vom Kunstverein Friedrichshafen und Christiane Meyer-Stoll vom Kunstmuseum Liechtenstein. Angekauft wurden Regula Dettwiler (Galerie Hartmann, Wien), Barbara Husar (Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz/Wien), Miriam Prantl (Galerie am Lindenplatz, Vaduz), Gaston Liberto (Victor Lope Arte Contemporáneo, Barcelona), Carmen Pfanner (Galerie Feurstein, Feldkirch) und Beate Frommelt (EMB Contemporary Art, Triesen).
Die „art bodensee" blickt zuversichtlich in die Zukunft
Noch stärker wird sich die „Neuausrichtung" der Sommer-Kunstmesse „art bodensee" im nächsten Jahr zeigen. Die zwölfte Ausgabe wird von 13. bis 15 Juli 2011 in Dornbirn stattfinden und die neuen Impulse, wie die Kulturführungen in der Bodenseeregion, Kooperationen in den Bereichen Kultur und Tourismus, eine Sonderschau sowie die Künstlergespräche weiterentwickeln.
Einzigartige Sommer-Kunstmesse in Dornbirn
Die „art bodensee" wurde zum 11. Mal von der Messe Dornbirn veranstaltet. Das Unternehmen veranstaltet Fach- sowie Publikumsmessen und vermietet seine Infrastruktur ganzjährig für sportliche Aktivitäten und Events. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: www.messedornbirn.at/uploads/media/Factbox_Messe_Dornbirn_final.doc
FACTBOX
Galerien 2011: Amrei Heyne gallery + fineartconsulting (D-Stuttgart), Arktika (D-Marktoberdorf), Art House (A-Bregenz/Dornbirn), ARTHUS (D-Zell a.H.), Baumgarten (D-Freiburg), c.art (A-Dornbirn), Depelmann (D-Langenhagen), Feurstein (A-Feldkirch), Galerie im Fritz-Winter-Atelier (D-Diessen/Ammersee), GalerieZ (D-Stuttgart), Gärtner (D-Berlin), Hartmann (A-Wien), HLP Galerie (D-Wesseling bei Köln), Hosp (A-Nassereith), Jones (D-Köln), KunsthalleSchlossSeefeld (D-Seefeld), Lindenplatz (FL-Vaduz), Lisi Hämmerle (A-Bregenz/Wien), Lope (ES-Barcelona), Mäder (CH-Basel), Neue Kunst Gallery (D-Karlsruhe), Schumacher (D-Überlingen), Schürmer (D-Karlsruhe), Söffing (D-Frankfurt), Sturm (D-Stuttgart), Wesner (D-Konstanz) und Wilmsen (D-Hergatz).
Institutionen 2011: Berufsvereinigung Bildender Künstler (A-Salzburg), Bündner Kunstmuseum (CH-Chur), Kunsthaus Bregenz (A-Bregenz), Kunstmuseum St. Gallen (CH-St. Gallen), Kunstmuseum Vaduz (FL-Vaduz), Kunstraum Dornbirn (A-Dornbirn), Kunstverein Friedrichshafen (D-Friedrichshafen) und smart_LIVINGUNIT – Plattform für angewandte Kunst (A-Dornbirn).
Sonderschau „Fokus Wien": Carola Dertnig (Galerie Andreas Huber), Christian Mayer (Galerie Mezzanin), Annelies Oberdanner (Galerie Emanuel Layr), Nadim Vardag (Galerie Georg Kargl), Sonia Leimer (Galerie Nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder), Hans Schabus (Kerstin Engholm Galerie) und Martin Walde (Galerie Krinzinger).
„art bodensee" meets „poolbar" – Filmprogramm: "Hollis Frampton, A and B in Ontario" (Joyce Wieland, 1966), "Wisla" (Josef Dabernig, 1996), "Graf Zokan (Franz West)" (Friedl Kubelka, 1969), "Passage Briare" (Friedl Kubelka, 2009), "Adjungierte Dislokationen" (Valie Export, 1973), "Ohne Titel" (Kirsten Pieroth, 2001), "Us Ornamentals and Them Accidentals Never The Trains Shall Meet" (Martin Ebner/Florian Zeyfang, 2010), "Strangers" (Carola Dertnig, 2003) sowie „The Dubai in me – Rendering the World" (Christian von Borries, 2010).
Mehr Informationen und Bildmaterial unter:www.messedornbirn.at/art-bodensee/presse/ oder www.artbodensee.info
| Die "art bodensee" ist auf dem richtigen Weg. Datei: JPG, 5.5 MB | ||
| Kurt Prantl vor dem Werk von Heinz Mack. Datei: JPG, 4.3 MB | ||
| Künstlerin Barbara Husar und Galeristin Lisi Hämmerle (v.l.). Datei: JPG, 1.6 MB | ||
| Victor Lope aus Barcelona ist bereits zum dritten Mal dabei. Datei: JPG, 1.6 MB | ||
| Galerist Michael Sturm aus Stuttgart ist seit Anfang an dabei. Datei: JPG, 1.2 MB | ||
| 11. "art bodensee" zeichnet sich mit hoher Qualität aus. Datei: doc, 133 kB | ||