


Traditionell ergänzt ein umfangreiches Programm mit Vorträgen, musikalischen Darbietungen und Diskussionen das Angebot der GLORIA-Aussteller. Sämtliche Themen beim GLORIA-Forum sind im Messe-Eintrittspreis inbegriffen und für alle Gäste frei zugänglich.
10 Uhr Eröffnungsfeier
Mit Ansprachen von Bischof Elmar Fischer (Kath. Kirche) und Pfarrer Michael Meyer (Evang. Kirche). Das Gastreferat hält Abt Burkhard Ellegast, für die festliche musikalische Umrahmung sorgen Saxophonist Mulo Francel (Jazz-Gruppe Quadro Nuevo) und Organistin Nicole Heartseeker.
Thema des Gastreferates: „Die Institution Kirche und der Geist Gottes, der Wille Gottes": Als Menschen brauchen wir Institutionen, können ohne sie eigentlich nicht ordentlich leben. Wenn diese Institutionen jedoch starr werden, kann das gefährlich werden. Das gilt für alle Institutionen, unsere persönlichen und die öffentlichen.
Burkhard Ellegast hat 26 Jahre lang als Abt das Benediktinerstiftes Melk geleitet und zuletzt den Bestseller „Der Weg des Raben" veröffentlicht.
11:30 Uhr „Neuland unter den Sandalen"
Pilgerbericht über den Jakobsweg von P. Christoph Müller OSB
Christoph Müller, Benediktinermönch aus Einsiedeln und Pfarrer in St. Gerold und Blons im Großen Walsertal, war es nie in den Sinn gekommen, selbst auf Pilgerreise zu gehen. Bis ihn sein Weg nach Vézelay, der bekannten französischen Station am Jakobsweg, führte. Von diesem Tag an stand sein Vorhaben fest: Per Fahrrad über Genf-Lyon-Le Puy quer durch das französische Zentralmassiv und über die Pyrenäen bis nach Puente la Reina zu fahren und von dort auf Schusters Rappen bis Santiago de Compostela zu wandern. Das Ergebnis ist ein humorvoller Bericht vom Pilgern mit Blick auf die kleinen Dinge am Wegesrand, der unter dem Titel „Neuland unter den Sandalen" im Tyrolia Verlag erschienen ist.
Präsentiert vom Tyrolia Verlag
12:30 Uhr „Angel Affair"
Konzert von Saxophonist Mulo Francel und Organistin Nicole Heartseeker
Ein kühnes Konzerterlebnis zur Mittagszeit! Zwei Instrumente aus gegensätzlichen Lebenswelten. Die Orgel als feierliche Himmelsbotin im Zentrum der sakralen Tonkunst. Das Saxophon dagegen von einer fast unseriösen Laszivität. Mulo Francel und Nicole Heartseeker räumen mit diesen Klischees gründlich auf. In Tangos, Arabesken, Balladen und Improvisationen umspielen und ergänzen sie sich. Kompositionen von Erik Satie, Henry Purcell, Eugene Bozza und Gabriel Faure erklingen so in neuen kräftigen und bunten Tönen.
Mulo Francel tourt als kreativer Wirbelwind von Quadro Nuevo unablässig durch die Welt. Tourneen führten ihn nach Mexiko, USA, Australien, Singapur, Korea, ums Schwarze Meer und quer durch Europa. Er spielte in der New Yorker Carnegie Hall und in Jazz Clubs, als Straßenmusiker auf italienischen Plätzen ebenso wie auf dem Montreal Jazz Festival. Francels extravagantes Saxophonspiel ist auf zahlreichen CDs zu hören, wofür er mehrfach den German Jazz Award und den Europäischen Impala verliehen bekam. In seinem Stil verweben sich Bossa Nova und Cool Jazz mit Vorlieben für Tango, mediterrane Musizierkunst und alteuropäische Melodien.
Nicole Heartseeker hat ihre musikalischen Wurzeln in der Welt von J.S. Bachs und Max Regers hoher Orgelkunst. Als Jungstudentin begann sie bei Prof. Weinberger in Detmold, absolvierte dort das Orgelstudium mit Auszeichnung und schloss die Meisterklasse bei Prof. Tachezi in Wien ab. Sie konzertiert vielfach mit namhaften Solisten der klassischen Musikwelt. Als Konzertorganistin und Cembalistin in unterschiedlichen Besetzungen spielend interpretiert Nicole Heartseeker Altes und Neues erfrischend anders. Auf der GLORIA 2010 spielt sie auf der elektronischen Sakralorgel „Johannus".
13 Uhr „Der Wille Gottes für seine Schöpfung"
Vortrag von Abt Burkhard Ellegast
Gott gab den Menschen den Auftrag, sich die Erde untertan zu machen. Die Menschen begannen damit, gewaltige Dinge wurden und werden möglich. Der Mensch sieht jedoch oft seine Grenzen nicht. Wie können wir erkennen, was Gott wirklich will? Abt Burkhard Ellegast hat 26 Jahre lang als Abt
das Benediktinerstift Melk geleitet und zuletzt den Bestseller „Der Weg des Raben" veröffentlicht.
14 Uhr „Katholische Kirchenmusik – Gedanken zu einer Liturgie, die Gemeinde, Heilige Schrift und Musik miteinbezieht"
Vortrag von Peter Planyavsky, Komponist und Kirchenmusiker
Kirchenmusik muss aus einem riesigen Schatz Passendes auswählen: Für solche, die sich auskennen, aber auch für Menschen, die einfach etwas Schönes hören – oder mitsingen! – wollen. Wie soll eine Liturgie „beschaffen" sein, in der es nicht um das erstbeste passende Lied geht, sondern die den inneren Zusammenhängen nachgeht und die gesamte Musik als „Partnerin" miteinbezieht?
Peter Planyavsky, Professor für Orgel und Improvisation an der Wiener Musikuniversität, war 35 Jahre lang am Wiener Stephansdom tätig. Er hat viele kirchenmusikalische Werke komponiert und wurde für sein Wirken mehrfach ausgezeichnet. Im Oktober 2010 erscheint im Tyrolia Verlag sein neues Buch „Katholische Kirchenmusik. Praxis und Liturgische Hintergründe".
Präsentiert vom Tyrolia Verlag
15 Uhr „Schöner Wohnen ohne Energie?"
GLORIA-Talk mit Richard Caldonazzi, Architekt, und Martin Caldonazzi, Grafiker
Vor vierzehn Jahren hat Richard Caldonazzi für seinen Bruder Martin das erste Passivhaus Österreichs gebaut. Was waren seine Beweggründe? Mit welchen Schwierigkeiten hatte er zu kämpfen? Welche Erfahrungen gingen mit dem Bau einher? Der Gloria-Talk beleuchtet die Entstehung des Bauprojektes, gepaart mit den Langzeiterfahrungen des Bewohners, der im Gebäude Arbeiten und Wohnen verbindet.
Präsentiert vom Ethikcenter und dem Bildungswerk der Katholischen Kirche Vorarlberg
16 Uhr „Unsere Welt - geschenkt oder geleast?"
Gedanken zur Schöpfungsverantwortung im christlichen Kontext von Apostel Rudolf Kainz, Neuapostolische Kirche
Präsentiert von der Neuapostolischen Kirche
9;15 Uhr „Die interdiözesane Mesnerschule und ihre Angebote"
Vortrag von P. Mag. Edgar K. Dietel, OSB, Direktor der interdiözesanen Mesnerschule
Die interdiözesane Mesnerschule hat ihre Wurzeln in den Mesnerkursen, die nach dem 2. Weltkrieg der damalige Prior der Tiroler Benediktinerabtei St. Georgenberg-Fiecht, P. Maurus Kramer OSB, ins Leben gerufen hat. Heute ist diese Institution bei der Österreichischen Bischofskonferenz angesiedelt. Das aktuelle, neu strukturierte Kursangebot besteht in einem Mesnerkurs, der aus einem Grundkurs und einem Abschlusskurs besteht. Das nach einem erfolgreichen Besuch verliehene Zertifikat wird in allen Diözesen Österreichs anerkannt. Ferner wirkt die interdiözesane Mesnerschule bei Fachtagen für Mesner in den einzelnen Diözesen gerne mit. Das Ziel des Mesnerkurses besteht darin, den Teilnehmer/innen einen theologischen, liturgischen und praxisorientierten Wissenskorb, sowie eine dem Dienst des Mesners entsprechende Spiritualität zu vermitteln.
10:30 Uhr „Athos - Berg der Herausforderung. Mein spiritueller Weg als Pilger"
Lichtbildvortrag von Diplompädagoge Kurt Bauer
Seit je her übt die orthodoxe Mönchsrepublik Athos im Nordosten Griechenlands auf die Menschen eine besondere Faszination aus. Das Leben der Mönche ist einfach und von Gottesdienst, Arbeit und ständigem Gebet erfüllt. Trotzdem begeben sich viele Männer (Frauen dürfen den Athos nicht betreten) aus aller Welt in dieses Rückzugsgebiet. Auch Kurt Bauer hat versucht, sich dort in das Jesusgebet zu vertiefen. Doch dieser spirituelle Weg ist alles andere als einfach, er braucht Zeit und Hingabe. Wie er diese Hürden mit Hilfe seines geistlichen Begleiters überwindet und der Heilige Berg zu einer wichtigen Station in seinem Leben wird, schildert Kurt Bauer anhand zahlreicher Lichtbilder. Im September 2010 erscheinen seine Pilgererlebnisse unter dem Titel „Athos – Berg der Herausforderung" im Tyrolia Verlag.
Kurt Bauer ist pensionierter Diplompädagoge, hat zahlreiche Pilgerreisen unternommen und hält Vorträge zum Thema „Die Mystik des Jesusgebetes".
Präsentiert vom Tyrolia Verlag
11:30 Uhr „Religion und Genuss. Ein spiritueller Streifzug durch die Welt österreichischer Süßigkeiten"
Vortrag von Michael Bünker, Bischof der Evangelischen Kirche in Österreich
Religionen gelten weithin als genussfeindlich. Dabei zeigt schon ein Blick in die Heilige Schrift, dass es zum Schöpfungsauftrag gehört, die Gaben Gottes zu genießen. Genussfähigkeit wächst aus der Dankbarkeit und braucht Maßhalten. Die vielfältige Welt der typisch österreichischen Süßigkeiten regt dazu an, über den Zusammenhang von Glauben und Genießen nachzudenken.
12:15 Uhr Szenische Bibeldarstellung aus dem Markus-Evangelium von Schauspieler Franz Strasser
Wer setzt sich schon hin und liest das komplette Markusevangelium in einem Zug durch? „Der Weg“ lädt ein, den Weg Jesu von der Taufe bis zur Auferstehung an einem Abend mitzugehen. Sie begegnen den Menschen, die um Jesus waren, die er ansprach, die er heilte und aufrichtete. Sie begegnen Jesus, wie er sich den Menschen zuwendet, auch wie er enttäuscht ist, wie er Angst hat und mit seinem Auftrag ringt, wie er bereit ist, seinen Weg bis zur letzten Konsequenz zu gehen. „Eine intensivere Begegnung mit dem Evangelium kann man sich schwer vorstellen.“ (Osttiroler Bote am 8. Juni 2000). Schauspieler Franz Strasser, geb. 1953 in Wels, Studium der Theologie und Germanistik, Schauspielschule in Innsbruck. Engagements an verschiedenen österreichischen und deutschen Theatern.
12:15 Uhr Szenische Bibeldarstellung aus dem Markus-Evangelium von Schauspieler Franz Strasser
Wer setzt sich schon hin und liest das komplette Markusevangelium in einem Zug durch? „Der Weg" lädt ein, den Weg Jesu von der Taufe bis zur Auferstehung an einem Abend mitzugehen. Sie begegnen den Menschen, die um Jesus waren, die er ansprach, die er heilte und aufrichtete. Sie begegnen Jesus, wie er sich den Menschen zuwendet, auch wie er enttäuscht ist, wie er Angst hat und mit seinem Auftrag ringt, wie er bereit ist, seinen Weg bis zur letzten Konsequenz zu gehen. „Eine intensivere Begegnung mit dem Evangelium kann man sich schwer vorstellen." (Osttiroler Bote am 8. Juni 2000). Schauspieler Franz Strasser, geb. 1953 in Wels, Studium der Theologie und Germanistik, Schauspielschule in Innsbruck. Engagements an verschiedenen österreichischen und deutschen Theatern.
12:30 Uhr „Pakistan: Mein Einsatz für die Flutopfer"
Claudia Villani, ehrenamtliche Helferin von Sr. Dr. Ruth Pfau, berichtet von ihrem Einsatz bei der aktuellen Flutkatastrophe in Pakistan.
Claudia Villani berichtet: „Pakistan scheint im wahrsten Sinne des Wortes unterzugehen. Gestern habe ich eine Frau getroffen, die ihr Baby nicht fest genug halten konnte, als die Sturzflut kam. Das Kind wurde augenblicklich vom Wasser verschluckt. In den Augen der Mutter ist noch inner dieses furchtbare Entsetzen zu sehen. Ich will diesen Blick nicht vergessen...". Das Aussätzigen-Hilfswerk hilft mit Nahrungsmitteln, Zelten, Medikamenten, Trinkwasser und dann auch beim Wiederaufbau.
Claudia Villani ist nach dem Vortrag beim Missio-Stand in Halle 12 zu Gast.
Präsentiert von Missio – Päpstliche Missionswerke in Österreich
13 Uhr „Sind Homöopathie und Religion nur Placebo?"
Vortrag von Dr. Walter Glück
Können Methoden der Komplementärmedizin und der Glaube dazu helfen, Krisen besser zu meistern, das Leben gesünder und mit mehr positiver Energie zu gestalten? Wenn ja – wie?
Dr. Walter Glück aus Wien ist Arzt für Allgemeinmedizin - Homöopathie, Chirotherapie, Arbeitsmedizin, Akupunktur, Thermographie. Ständige Lehrtätigkeit und Buchautor, Leiter des Lehrganges „Naturheilverfahren" an der Donau-Universität Krems, Referent der Ärztekammer für Komplementärmedizin.
Präsentiert von der Neuapostolischen Kirche
13:45 Uhr „Verantwortlich leben – Heute gestalten wir das Morgen"
Unter dem Motto ihres Jahresthemas lädt die Katholische Frauenbewegung zu einem Themenschwerpunkt auf die GLORIA:
Zum Auftakt steht eine Fair-Trade-Modeschau unter dem Motto „Kleider machen Leute" auf dem Programm. Wer kennt schon die Menschen, die unsere Kleidung anfertigen? Im Fairen Handel kennen wir die Menschen. Die Strickwaren aus Alpaka-Wolle, die auf dieser Modeschau zu sehen sind, werden von Frauen aus Peru und Bolivien gestrickt. Für sie ist der Faire Handel eine große Hoffnung. Im Fairen Handel verbindet sich das Interesse am Produkt mit der Wertschätzung der Menschen. Danach referiert Psychologin Ulrike Zöllner:
14 Uhr: „Wenn das Leben gelingen soll – psychologische Hilfen für die praktische Lebensbewältigung" – Vortrag von Psychologin Ulrike Zöllner
Die praktische Psychologie will Menschen auf ihrem Lebensweg und den sich darin stellenden Lebensaufgaben stützen und begleiten. Zufriedenstellendes und gelingendes Leben ist lernbar, wenn sich Menschen ihrer Eigenkräfte bewusst sind, mit Belastungen umgehen, sich in ihrer Person und in ihren Verantwortlichkeiten stärken und Sinnerfüllung finden können.
Prof. Dr. phil. Ulrike Zöllner ist Dozentin und Leiterin des Departements Angewandte Psychologie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Ihre Publikationen richten sich an ein breites Publikum, das an Fragen einer psychologisch vertieften Lebensführung interessiert ist (ua Die Kunst, nicht ganz perfekt zu sein, Die Kunst der langen Weile, Mit meinem Ich auf Du und Du).
15 Uhr „Wie viel braucht der Mensch, um glücklich zu werden?"
GLORIA-Talk mit Dr. Michael Bünker, Wien, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, und Dr. Odilo Noti, Theologe, Publizist und Leiter des Bereichs Kommunkation der Caritas Schweiz. Moderation: Roland Poiger
Konsum ist heute eine (Ersatz-)Religion geworden. Das Christentum steht ihm zwiespältig gegenüber. Armut und Verzicht gehören zu seinen Kernbotschaften. Verschwenderische Pracht und hart erworbener Wohlstand haben hingegen auch ihren Platz in der Kirchengeschichte. Haben die Kirchen noch mehr dazu zu sagen? Der österreichische evangelische Bischof, Michael Bünker lotet mit dem Schweizer Theologen und Publizisten Odilo Noti dieses Thema aus.
Präsentiert vom Ethikcenter und dem Bildungswerk der Katholischen Kirche Vorarlberg
16 Uhr „Wie Gott in die Familie kommt"
Vortrag von Religionspädagoge Albert Biesinger
In unseren Kindern berührt uns Gott, der sie uns als seine Geschöpfe anvertraut. Kinder sind GottesGABE und GottesAUFGABE an uns. Mit eigenen und anvertrauten anderen Kindern den Weg der Gottesbeziehung zu finden und als Reichtum der Reich-Gottes-Botschaft zu leben, bedarf des einfühlsamen und lebendigen Austausches von Erfahrungen.
Albert Biesinger wird an konkreten Praxisbeispielen gelingende religiöse Rituale in Familien in den Blick nehmen – von der Schwangerschaft über die Taufzeit, die ersten Jahre bis zur Erstkommunion als Familienkatechese sowie die Herausforderungen, wenn der Glaube in die Pubertät kommt. Entgegen der sich oft verbreitenden resignativen Stimmung in den Gemeinden werden wir realistische Ansätze gelingender Gemeindeentwicklung über eine ermutigende und vorwärtsgerichtete Familienpastoral diskutieren.
Eingeladen sind vor allem Eltern und Großeltern, aber auch Priester, Diakone, PastoralassistentInnen, KindergartenpädagogInnen, ReligionspädagogInnen sowie KatechetInnen und MultiplikatorInnen in der Taufkatechese, Erstkommunion und Firmung im Kontext der Pfarren sowie alle, die an der Familienbildung nach zukunftsfähigen Wegen suchen und mit anderen austauschen möchten. Im Anschluss an den Impuls besteht die Möglichkeit für Gespräch und Begegnung mit Albert Biesinger im KirchenCafe der Diözese Feldkirch.
Prof. Dr. Albert Biesinger studierte katholischen Theologie und Pädagogik in Tübingen und Freiburg im Breisgau. Er ist seit 2002 Leiter des Instituts für berufsorientierte Religionspädagogik und Sprecher des Projektes „Religiosität und Familie. Wirkungen religiöser Familienerziehung". Schwerpunkte: Didaktik des Religionsunterrichts, Familienreligiosität, Ausbildungskonzepte für Ständige Diakone, berufsorientierte Religionspädagogik
Präsentiert vom Team „Spiritualität, Liturgie, Bildung" im Pastoralamt der Diözese Feldkirch
10:30 Uhr „Von Egg nach Ecuador"
Vortrag von Richard Flatz, Vorarlberger Missionar in Ecuador
Richard Flatz steht auf der Seite der Benachteiligten. Zu den Menschen bis in die entlegendsten Winkel im Amazonas-Tiefland von Ecuador ist er vor 38 Jahren aufgebrochen. Seine Mission: die Freuden und Hoffnungen der Ausgegrenzten zu teilen, damit sie ihre Würde entdecken. Padre Flatz: „Was mich an den Indios begeistert ist ihre Offenheit, Freude und Herzlichkeit, ihr Reichtum im Teilen."
Richard Flatz ist nach dem Vortrag beim Missio-Stand in Halle 12 zu Gast.
Präsentiert von Missio – Päpstliche Missionswerke in Österreich
11:15 Uhr Szenische Bibeldarstellung aus der Bergpredigt von Franz Strasser
Die Bergpredigt, aufgeschrieben beim Evangelisten Matthäus, ist ein Kernstück der jesuanischen Botschaft. Sie ist bekannt und doch, wer hört sie im Ganzen? Lassen Sie sich berühren und auch herausfordern von der immer noch aktuellen,Welt und Menschen verändernden Botschaft Jesu, die lebendig wird vor Ihren Augen und Ohren. Schauspieler Franz Strasser, geb. 1953 in Wels, Studium der Theologie und Germanistik, Schauspielschule in Innsbruck. Engagements an verschiedenen österreichischen und deutschen Theatern.
11:30 Uhr „Laien - das Salz der Erde?"
Vortrag zur Laienverantwortung in Gesellschaft und Kirche von Luitgard Derschmidt, Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich
Die „Laien" in der Katholischen Kirche: Eine kurze historische Zusammenfassung ihrer Situation im Laufe der Geschichte der Kirche, die Wende des II. Vatikanums und die Verantwortung der Laien in Gesellschaft und Kirche. Dr. Luitgard Derschmidt aus Ebenau bei Salzburg, Studium der Germanistik und Geschichte, Erwachsenenbildnerin, verheiratet, 3 Kinder, 2 Enkel; Pensionistin; Ehrenamtliche Tätigkeiten in der Kirche: Mitglied des Leitungsteam des PGR Salzburg; Präsidentin der KA Salzburg; derzeit ehrenamtliche gewählte Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich
12:30 Uhr Szenische Darstellungen aus dem Buch Kohelet von Schauspieler Franz Strasser: Vergeblich – sinnlos – eitel – LEBE!
Franz Strasser dramatisiert das Buch Kohelet als Theaterstück für den Menschen von Heute. Woher komme ich, wohin gehe ich, wozu lebe ich – jeder Mensch stellt sich irgendwann diese Fragen, um für sich eine Antwort zu finden. Was ist der Sinn des Lebens? Auch die Bibel versucht Antworten auf diese Fragen zu geben. Eine sehr unerwartete, ungewöhnlich radikale aber auch ungewöhnlich zuversichtliche Antwort gibt das Buch Kohelet, die auch den skeptisch-liberalen Menschen der Postmoderne zum Nachdenken anregt, einlädt, herausfordert, vielleicht sogar zwingt.
Schauspieler Franz Strasser, geb. 1953 in Wels, Studium der Theologie und Germanistik, Schauspielschule in Innsbruck. Engagements an verschiedenen österreichischen und deutschen Theatern.
13 Uhr „Erde singe!"
Lieder zwischen Ruf und Antwort: Gospel, Kanon, Call & Response unter der Leitung von Musikpädagoge Ulrich Gabriel
Eine GLORIA-Mitsingpremiere zum Mitmachen für alle: Gesang, dem alle folgen können. Spüren Sie mit Ihrer Stimme dem Geheimnis von Melodie und Rhythmus nach. Lassen Sie sich von der Kraft uralter Singformen zum Mitsingen gewinnen. Eine aktive Begegnung mit archaischen Formen des Gemeinschaftsgesangs. Liedauswahl: Go down Moses, Khunkwane (Bantulied, Südwestafrika), Dona nobis pacem (K), Call & Response: Swing low, Joshua fit the battle of Jericho, Lobet und preiset ihr Völker der Herrn (K), Just a closer walk und andere: Erde singe!
14 Uhr „Ermutigungen für den Alltag"
Vortrag von Elmar Simma, Caritas-Seelsorger und Buchautor
Vieles kann an unserer Lebensfreude, an unserem Lebensmut nagen: Zurücksetzungen, Krankheiten, Ungerechtigkeiten, Verluste, Ängste oder Selbstzweifel. Was ermutigt uns dann zum „Und trotzdem"? Was baut uns wieder auf? Sicher kann dabei auch der Glaube eine große Stütze sein. Der Vortrag will Wege zur Ermutigung aufzeigen. Elmar Simma ist seit 1990 Caritasseelsorger der Diözese Feldkirch.
15 Uhr „Ein Gott auf vier Rädern"
GLORIA-Talk mit Verkehrswissenschaftler Hermann Knoflacher
Kaum ein Alltagsgegenstand ist emotional so aufgeladen wie das Auto. Für viele ist es geradezu Inbegriff von Freiheit und Unabhängigkeit. Mobilität und Beweglichkeit werden gerne mit dem Auto assoziiert, andererseits steht ein Auto die meiste Zeit still - im Durchschnitt 23 Stunden pro Tag.
Trotzdem, das Auto ist für viele mehr als ein Transportmittel - es steht für ein ganzes Lebensgefühl. Verkehrswissenschaftler Hermann Knoflacher zeigt die zerstörerische Seite der Motorisierung auf und ermöglicht dadurch einen neuen Blick auf ein scheinbar so normales und vertrautes Verkehrsmittel.
Präsentiert vom Ethikcenter und dem Bildungswerk der Katholischen Kirche Vorarlberg
16 Uhr „So klingt der neue Davidino"
Kinderchorkonzert zum Abschluss der 11. GLORIA
Mit seinen Liedern sang und tanzte der kleine David zu Ehre Gottes. Mit seiner Harfe verzauberte er die Menschen. Deshalb ist das neue Familiengotteslob auch nach dem berühmten Verfasser der Psalmen benannt. Mehr als 10.000 Menschen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum haben bei der Auswahl der Lieder für das neue Davidino-Familiengotteslob mitgewirkt. Bisher gab es für den Kinder- und Familiengottesdienst kaum wirklich geeignete Liederbücher. Der neue Davidino kann diese Lücke endlich schließen. In einem schwungvollen Konzert bringen Vorarlberger Kinderchöre zum festlichen Abschluss der GLORIA 2010 das bunte, vielseitige Liederbuch zum Klingen.

Spannender Vortrag von Abt Burkhard Ellegast
Gast am Eröffnungstag ist Burkhard Ellegast, der 26 Jahre lang als Abt des Benediktinerstiftes Melk leitete und zuletzt den Bestseller „Der Weg des Raben" veröffentlicht hat. Ellegast hält zunächst das Gastreferat im Rahmen der Eröffnung und am Nachmittag des Donnerstag, 14. Oktober, den Vortrag „Was ist der Wille Gottes?". Dabei fragt Ellegast, wie wir erkennen können, was Gott wirklich will: „Gott gab den Menschen den Auftrag, sich die Erde untertan zu machen. Die Menschen begannen damit, gewaltige Dinge wurden und werden möglich. Der Mensch sieht jedoch oft seine Grenzen nicht. Wie können wir erkennen, was Gott will?"
Das Kongress-Programm finden Sie auch im GLORIA-Folder.