Messe unter besonderen Vorzeichen

Die NEUE vom 04. August 2020


Dornbirner Herbstmesse hat nach dem Neustart eine Vorreiterrolle in der Bodenseeregion inne.

In etwas mehr als einem Monat – am 9. September – öffnet in Dornbirn die Herbstmesse ihre Pforten. Bis zum 13. September kann die Schau dann jeweils von 10 bis 18 Uhr besucht werden. Die Vorbereitungen bei der Messe Dornbirn laufen derzeit auf Hochtouren. Man komme sehr gut voran, berichtet Messe-Geschäftsführerin Sabine Tichy-Treimel auf Anfrage. Aufgrund der Corona-Pandemie geht die heurige Herbstmesse unter besonderen Voraussetzungen über die Bühne. Seitens des Bundes wurde mit einer Verordnung geregelt, welche Vorgaben erfüllt werden müssen, damit Fach- und Publikumsmessen durchgeführt werden dürfen. Dazu gehört etwa die Erstellung eines Covid-19-Präventionskonzepts. Diesbezüglich stehe man seit Beginn der Planungen in engem Austausch mit den zuständigen Stellen des Landes und der BH, sagt Tichy-Treimel. Von zentraler Bedeutung sind bei den Präventionsmaßnahmen die Abstandsregeln. Demnach ist gegenüber Personen, die nicht im eigenen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Für Aussteller heißt dies, dass sie – wenn sie Kundenkontakt haben – einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, sofern es keine andere Schutzvorrichtung, wie etwa eine Plexiglastrennwand, gibt. Auch für Besucher ist bis dato das Tragen eines Mund-NasenSchutzes vorgesehen.

Elektronisches Zugangssystem.
Änderungen gibt es auch beim Zutritt zum Messegelände. Sowohl Aussteller als auch Gäste müssen sich am Eingang registrieren. Zu diesem Zweck wird mit finanzieller Unterstützung von Stadt und Land ein elektronisches Zugangssystem installiert. Wer sein Ticket vor Ort kauft, wird am Eingang registriert. Die Geschäftsführerin empfiehlt Besuchern, sich die Eintrittskarte im Vorfeld online zu kaufen. Damit sei dann ein kontaktloser Zutritt möglich, ohne vorher noch an die Kassa zu müssen. Die Registrierung diene zum Schutz der Besucher. Für Tichy-Treimel ist es wichtig, dass die Teilnahme an der Messe für alle Beteiligten sicher ist und alles reibungslos über die Bühne geht. Denn es werden heuer wohl mehr Augen als sonst auf die Herbstmesse gerichtet werden. Denn die Veranstaltung ist eine der ersten größeren Messen in Österreich, die nach der Absage zahlreicher Events wieder stattfindet. In der Bodenseeregion hat die Herbstmesse diesbezüglich überhaupt eine Vorreiterrolle. Zudem sind im weiteren Jahresverlauf noch weitere Veranstaltungen auf dem Messegelände geplant. So steht die Genussmesse „Gustav“ auf dem Programm. (16. bis 18. Oktober). Am 14. und 15. November geht die Hochzeitsmesse „Ach du Liebe Zeit“ über die Bühne. Außerdem werden Gastveranstaltungen wie die Technologiemesse „W3+ Fair Rheintal“ (23./24. September), das Varieté am Bodensee (25. November bis 8. Dezember) sowie die Interactive West (30. November/1. Dezember) durchgeführt.

Die derzeitige Situation ist aus Sicht der Messe-Geschäftsführerin herausfordernd. Allerdings sei die Stimmung bei den Verantwortlichen angesichts der Umstände „in gewisser Weise euphorisch“, erzählt sie. Denn man sei froh, dass wieder Messen und Veranstaltungen durchgeführt werden können. Die Branche sei durch die Covid-19-Maßnahmen mit am härtesten getroffen worden. Der Kritik eines Ausstellers, der sich über die geplanten Sicherheitsmaßnahmen und die Stornokosten beklagt hatte, hält Tichy-Treimel entgegen, dass es von vielen anderen Teilnehmern positiven Zuspruch gegeben habe. Sie seien froh, dass es nun wieder losgehe.

Von Michael Steinlechner
michael.steinlechner​(at)​neue.at

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