Operative Erfolgskennzahl 2017 deutlich positiv

Messe Dornbirn 2017 operativ in den schwarzen Zahlen – der Umsatz stieg erstmals auf über sieben Millionen Euro.


Messe Dornbirn 2017 operativ in den schwarzen Zahlen

Erstmals seit einigen Jahren ist operative Erfolgskennzahl deutlich positiv - Umsatz stieg auf über sieben Millionen Euro - Textilfachmesse Saltex wird mangels Ausstellerinteresse nach nur einer Durchführung aus dem Programm gestrichen. Die Messe Dornbirn GmbH ist im Geschäftsjahr 2017 erstmals seit mehreren Jahren operativ wieder deutlich in den schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Wie Geschäftsführerin Sabine Tichy-Treimel und Marketingleiterin Helga Boss im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com erklärten, habe die Messe Dornbirn im Vorjahr eine 'operative Erfolgskennzahl' von plus 574.000 Euro erzielt. Damit lag man über den Erwartungen, denn gerechnet wurde mit plus 350.000 Euro. In den Jahren 2013 bis 2016 war diese operative Erfolgskennzahl mit Ausnahme in 2014 immer negativ. Die Jahreszahlen wurden am Mittwochabend bei der Generalversammlung in Dornbirn präsentiert.

Die operative Kennzahl wurde im Jahr 2013 eingeführt, um eine rechnerisch-interne Trennung zwischen dem operativen Tagesgeschäft und den millionenschweren Abschreibungen und Aufwendungen für die Messe-Infrastruktur zu ermöglichen. Dabei wird alles herausgerechnet, was eine fiktive Immobiliengesellschaft als Liegenschaftseigentümerin tragen würde. Durch diesen Schritt wird auch der Vergleich mit anderen Messegesellschaften leichter, bei denen operatives Geschäft und Liegenschaften zumeist in verschiedenen Gesellschaften untergebracht sind. Setzt man diese Rechnung nicht an, so ergibt sich auch für den Jahresabschluss 2017 das gewohnte Bild: Das Vorsteuerergebnis liegt 2017 bei minus 1,7 Millionen Euro, wobei man hier eigentlich von minus 2,4 ausgegangen sei, sagte Tichy-Treimel. Der Löwenanteil entfällt dabei auf die Abschreibungen.

Hallen ab Mitte 2017 wieder voll nutzbar

Die Messe-Geschäftsführerin begründet die "sehr zufriedenstellende Entwicklung" im Vorjahr vor allem damit, dass die mehrjährigen Bauarbeiten für die Hallen 9-12 etwa Mitte 2017 abgeschlossen wurden. "Dadurch konnten wir dann alle Flächen voll bespielen und komplett ausnutzen. Das sind etwa 10.000 Quadratmeter mehr." Aufgrund der fertigen Infrastruktur seien auch alle durchgeführten oder betreuten Veranstaltungen und Messen besser gelaufen als geplant. Bei sieben Eigenmessen und drei Gastmessen bei insgesamt 160 Veranstaltungen wurden 420.000 Besucher (2016: 400.000) und 2.000 Aussteller (2016: 1.600) gezählt. Der Umsatz lag erstmals über sieben Millionen Euro, konkret bei 7,089 Millionen Euro (2016: 6,2 Mio. Euro). Das Unternehmen beschäftigt rund 35 Mitarbeiter, wobei die Frauenquote bei etwa 50 Prozent liegt.

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