So wird heuer der Besuch der Herbstmesse

Vorarlberger Nachrichten vom 22. Juli 2020


Organisatoren arbeiten mit Hochdruck an „besonderer Messe“.

DORNBIRN Bis 13. Juni zitterte die Mannschaft der Dornbirner Messe, ob es heuer überhaupt noch Messen geben wird, nun zittern Geschäftsführerin Sabine Tichy-Treimel und ihre 33 Mitarbeiter, ob ihre Anstrengungen, die Herbstmesse durchführen zu können, vor der zweiten Welle erfolgreich sein werden. „Ich bin Optimistin, deshalb glaube ich fest daran, dass wir die Messe durchführen können“, sagt Tichy-Treimel im Gespräch mit den VN.

Umfangreiche Vorbereitungen

Doch ihr Optimismus baut auf umfangreiche Vorbereitungen, die seit Juni in die Wege geleitet wurden. Aufbauend auf dem Maßnahmenkatalog, der am 17. Juni mit dem Gesundheitsministerium beschlossen wurde, werden die Maßnahmen in Dornbirn weiter ausgebaut, damit auf keinen Fall etwas schiefgeht, wenn am 9. September die Tore für die Besucher geöffnet werden. An den Maßnahmen wird noch weiter gefeilt, am 10. August sollen sie mit den Behörden verabschiedet werden, gibt Tichy-Treimel den Zeitplan vor. Zur Seite steht dem Messeteam der ehemalige Gesundheitslandesrat Christian Bernhard, der seit dem Ausscheiden aus der Politik wieder medizinischer Sachverständiger im Amt der Vorarlberger Landesregierung ist.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir diese besondere Messe gemeinsam schaffen werden.“
Sabine Tichy-Treimel, Geschäftsführerin Messe Dornbirn

Erwartet werden rund 350 Aussteller, das sind etwa 30 Prozent weniger als in normalen Jahren. Das gibt den Ausstellungsverantwortlichen aber auch die Möglichkeit, großzügig zu planen – zwischen den Ständen werden die Abstände größer. Für den Gemeinschaftsstand des Bundeslandes wird diesmal eine ganze Halle, die Halle 7, mit Tischen und Abstand zur Verfügung stehen. Das gilt selbstverständlich auch für die in Halle 14 situierten Genussstände. Nicht nur die Aussteller werden weniger sein, auch die Besucher, ist Tichy Treimel realistisch. Außerdem kann man erstmals die Tickets für die Messe online kaufen. Damit seien die Besucher auch gleich registriert, falls es notwenig sei. „Wir geben den Besuchern damit auch die Möglichkeit, kontaktlos das Messegelände betreten und nutzen zu können.“

Auch das Tragen von Masken durch die Aussteller aber auch die Besucher ist für die Messeverantwortlichen kein No-Go und in den Plänen für die „heuer etwas andere Messe“ vorgesehen, sieht sie sich mit Landeshauptmann Markus Wallner auf einer Linie. Wallner hat am Dienstag angeregt, „zu prüfen, ob nicht die Einführung einer Maske bei der Dornbirner Messe ein guter Schritt ist. Auch bei niedrigen Zahlen. Wenn man mich persönlich fragt, würde ich das anraten. Wir sind dafür, dass die Messe stattfinden kann, aber wir sind auch dafür, dass es unter ordentlichen Schutzvorschriften passiert.“

Mit App auf der Messe

Fix ist auch, das die Reinigung der Stände und des Messegeländes noch penibler durchgeführt wird, als es in den bundesweit vereinbarten Maßnahmen festgeschrieben ist, betont die Messechefin. In der Zwischenzeit sind die Mitarbeiter, „die voll motiviert und mit viel Engagement bei der Sache sind“, mit dem Aufbau der Messe beschäftigt. Eine weitere Neuheit ist eine App, mit der man durch das Gelände navigieren kann. Auch das ein Beitrag für eine sichere Messe.


Bilder