Bauarbeiten am Messegelände in Dornbirn begonnen

Am heutigen Montag, den 21.9., beginnen mit dem Abbruch der 40 Jahre alten Hallen 9 bis 12 die Bauarbeiten am Messegelände in Dornbirn. Innerhalb gut eines Jahres entstehen auf der bestehenden Fläche neue Veranstaltungshallen, die den Anforderungen des Marktes entsprechen.


Dornbirn. Am 21. September nimmt der mit Spannung erwartete Neubau mit dem Beginn der Abrissarbeiten der alten Hallen 9 bis 12 konkrete Formen an. Mit den neu entstehenden Veranstaltungshallen wird ein wichtiger Grundstein für die notwendige Modernisierung des Geländes sowie die strategische Neuausrichtung der Messegesellschaft gelegt. Dadurch wird die Abhaltung zeitgemäßer Markt- und Kommunikationsveranstaltungen auch in Zukunft gewährleistet.  

Schrittweiser Abbruch der bestehenden Hallen
Wie die ersten Schritte im Neubauprojekt vonstattengehen erklärt Prokurist Herbert Rella, der die messeseitige Koordination des Bauprojekts innehat: „Bereits in der Vorwoche erfolgte der Eigenabbau der erhaltenswerten Bestandteile durch unser Technikteam. Zudem wurde das gesamte Baufeld aus der bestehenden Infrastruktur gelöst, indem die Wasser-, Strom- und Gasnetzwerke sowie die Brandmeldeanlage durch Provisorien ersetzt wurden. Am heutigen Montag beginnt die Abbruchfirma mit der Demontage der Dächer sowie der Wände und Zwischenwände.“ Die anfallenden Bauteile werden anschließend getrennt und der Wiederverwertung zugeführt. „Nach dem Abbruch der Hallen, werden die alten Bodenplatten entfernt und durch eine befahrbare Schüttung ersetzt“, so Rella weiter.  

Parallel zum Abbruch beginnt mit der Pilotierung in Teilbereichen des Baufeldes die eigentliche Bauphase und die anschließende Errichtung der neuen Veranstaltungshallen. Bereits im Herbst 2016 sollen die beiden großen Hallen benutzbar sein.  

Identitätsstiftendes Bauwerk
Das neue Bauwerk wird nach den Plänen der renommierten Marte.Marte Architekten ZG GmbH errichtet. Laut Messe-Geschäftsführer Daniel Mutschlechner sei die Funktionalität und Flexibilität der Veranstaltungshallen von zentraler Bedeutung. Es entstehe jedoch auch ein identitätsstiftendes Bauwerk: „Ein Ziel der Messe Dornbirn ist es, beim Neubau der Hallen neben der vollen Funktionalität für zeitgemäße Markt- und Kommunikationsveranstaltungen auch der architektonischen Strahlkraft Rechnung zu tragen.“ Damit hebe die Messe Dornbirn die einzigartige Positionierung Vorarlbergs als Kompetenzzentrum für innovative Architektur hervor und unterstreiche deren Stellenwert. Laut Mutschlechner verfüge das Messegelände bereits jetzt über architektonische Leckerbissen wie zum Beispiel das Haus der Messe oder das Messestadion.  

Neben der Architektur ist Vorarlberg auch für seinen innovativen Holzbau bis weit über die Grenzen hinaus bekannt. Diesem kommt beim Neubau eine hohe Bedeutung zu. So wird das statisch anspruchsvolle Tragwerk aus Holz bestehen und auch die Innenverkleidung wird zu großen Teilen mit Holz gefertigt. Ergänzend wird mit Beton und in der Fassade auch mit Metall gearbeitet.  

Die Holzbauarbeiten werden von einer Bietergemeinschaft bestehend aus Kaufmann Bausysteme, Kaufmann Zimmerei und Tischlerei (beide Reuthe), Kaspar Greber (Bezau) und Sutter Holzbau (Ludesch) ausgeführt. Die Wand-Innenverkleidung errichtet die Firma Lenz und Nenning (Dornbirn). Die Baumeister-Arbeiten teilen sich die Bietergemeinschaften Tomaselli/Gabriel (Nenzing), Wilhelm & Mayer (Götzis) und Oberhauser/Schedler (Andelsbuch). Die Pilotierung und der Spezialtiefbau führt i+R Schertler (Lauterach) durch.  

FAKTEN ZUM NEUBAU
Standort: Messegelände in Dornbirn, Vorarlberg/Österreich
Bauherrin: Messe Dornbirn GmbH
Planung: Marte.Marte Architekten ZT GmbH
Projektsteuerung: gbd Projects ZT GmbH
Geplante Fertigstellung: Ende 2016
Bebauung: Es entstehen zwei neue Hallen, ein Ladehof, ein Foyer sowie ein zusätzlicher Ausstellungsbereich zwischen den bestehenden und den neuen Hallen.
Halle 11: Fläche 4.800 m², Raumhöhe 11 m (Fassungsvermögen: bis zu 9.000 Personen); Ladehof: Fläche 1.000 m²; Halle 9: Fläche 3.000 m²; Zusätzlicher Ausstellungsbereich zwischen dem Haus der Messe (Halle 13) und der neuen Halle 11: Fläche 1.200 m²; Foyer 10 zwischen den Hallen 9 und 11: Fläche 450 m²
Projektvolumen: rund 28 Mio. Euro, getragen von den Eigentümern Stadt Dornbirn und Land Vorarlberg im Verhältnis 40:60
Fakten Messegelände: Nach der Fertigstellung der neuen Gebäude verfügt die Messe Dornbirn über eine Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche von 34.000 m2 in 15 Hallen. Das Freigelände umfasst eine Fläche von 18.000 m2. Die neu errichteten Hallen bilden gemeinsam mit dem „Haus der Messe“ und der Halle 14 das Veranstaltungszentrum.    

Alle Fotos: Abdruck honorarfrei zur Berichterstattung über die Messe Dornbirn.

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