Geballtes Kunstprogramm auf der Art Bodensee

Am heutigen Donnerstagvormittag wurden die Höhepunkte der 17. Art Bodensee vorgestellt. Von Freitag bis inklusive Sonntag dürfen sich Kunstliebhaber auf ein vielfältiges künstlerisches Angebot freuen.


Dornbirn/Vorarlberg. Mit dem Einzug der Art Bodensee in die neuen Messehallen von Marte.Marte erfährt die Sommer-Kunstmesse eine spürbare Aufwertung. Erstmals ist es möglich, alle Galerien und Institutionen in einer Halle zu versammeln. Von Freitag, 21. bis Sonntag, 23. Juli wird das Messequartier zur Drehscheibe für Sammler, Kunstkenner und Neueinsteiger. Was die 17te Ausgabe der Salonmesse alles zu bieten hat, wurde bei der heutigen Pressekonferenz vorgestellt.

„Die Art Bodensee hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nicht zuletzt durch das Engagement der Projektleiterin Isabella Marte und des Fachbeirats, der konsequenten Neupositionierung sowie der Fokussierung auf Kunstsammler, konnte sich die Messe einen fixen Platz in der Kunstszene der Vier-Länder Region sichern. Der hohe Stellenwert der Art Bodensee für unser Unternehmen ist unbestritten“, erklärt Geschäftsführerin Sabine Tichy-Treimel.

Fokus auf die Galeristen
Projektleiterin Isabella Marte über die Schwerpunkte in diesem Jahr: „Wir legen großen Wert auf ein vielseitiges und hochwertiges Rahmenprogramm. Im Kern handelt es sich bei der Art Bodensee aber um eine Verkaufsmesse, bei der Kunst in sommerlichem Ambiente und mit viel Muße vermittelt werden soll. Aus diesem Grund haben wir uns in den vergangenen Jahren auch vermehrt auf Sammler konzentriert.“ Diese Rechnung scheint aufgegangen zu sein, denn laut Marte sei das Interesse sowohl von Seiten der Aussteller als auch der Besucher von Jahr zu Jahr größer. Mit 75 Galerien und Kunstinstitutionen aus sieben Ländern sei die Art Bodensee heuer nicht nur noch internationaler, sondern auch leicht gewachsen. „Jedoch ohne den exklusiven Saloncharakter zu verlieren“, wie Marte unterstreicht. Thematisch zeigt die Kunstmesse moderne und ganz junge Kunst, Malerei, Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen von rund 500 Künstlerinnen und Künstlern.

Zwei Sonderschauen
2017 wartet die Art Bodensee gleich mit zwei Sonderschauen auf. In der Halle 12 werden Objekte und Filme der Architekten von Marte.Marte gezeigt. „Ich freue mich sehr, dass wir die Ausstellung zeigen können, mit der das Architekturbüro letztes Jahr auf der Biennale in Venedig präsent war“, so Isabella Marte. Stefan Marte, der mit seinem Büro nicht nur die Sonderschau, sondern den gesamten Neubau im Messequartier realisiert hat, über das Bauprojekt: „Die Messe- und Veranstaltungshallen zeichnen sich durch eine kraftvolle, signalhafte und zukunftsweisende Bauweise aus, bei der alle benötigten Funktionen gewährleistet sind. Die markanten Ellipsen sollen von außen nach innen durchwirken, weshalb es die zwei roten Foyers gibt.“ Der Rest der Hallen nimmt sich laut Marte in der Gestaltung bewusst zurück, um den Ausstellern die nötige Präsenz und den Raum zu geben. Dies sei bei der Art Bodensee besonders gut zu sehen.

Im Zentrum der Halle 11 zeigt der Kunstraum Dornbirn eine Sonderschau mit dem Titel „Kritische Masse“, die vom Wiener Künstlertrio Steinbrener / Dempf & Huber installiert wurde. Die „epidemische Installation mit Spechten für Dornbirn“ nimmt auf der Art Bodensee ihren Anfang und wird im weiteren Verlauf im gesamten Stadtgebiet von Dornbirn auf verschiedenen Fassaden zu sehen sein.

Tower of Madness und Roundabout
Ein weiteres Highlight ist der „Tower of Madness“, der Künstler Roland Adlassnigg und Paul Renner, im Roten Foyer 10. Die Skulptur bringt Fäulnis und Destillation zusammen. Die dazugehörige Performance „Spontane Vergärung“, die am Samstagabend aufgeführt wird, ist bereits ausgebucht. Mit „Roundabout“ veranstaltet der Künstler Hubert Dobler im Rahmen der heutigen Preview in der roten Ellipse des Messequartiers eine weitere Performance.

Hannes Ludescher ist der Featured Artist 2017
Bereits zum zehnten Mal fördern das Land Vorarlberg und die Art Bodensee den Messeauftritt eines regionalen Künstlers. Ausgewählt und Kuratiert von Harald Gfader präsentiert in diesem Jahr der gebürtige Feldkircher Hannes Ludescher seine Werke im eigenen Messestand. Künstler Harald Gfader über Ludescher: „Hannes ist ausgebildeter Bildhauer, der aber auch gerne mit Aquarell arbeitet. Er versucht, die Welt akribisch genau und poetisch aber nicht dokumentarisch aufzuarbeiten. Ludescher deutet das Gewicht der Welt an, zeigt aber nur den Weg dahin auf, um es zu erkennen.“

Die 17. Art Bodensee hat vom 21. bis zum 23. Juli, täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Auch in diesem Jahr werden interessierten Besuchern viermal täglich kostenlose Führungen angeboten. Mit Kunst.Kids und speziellen Kinderführungen können auch die kleinsten Messebesucher ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

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