Resümee Herbstmesse 2020

370 Aussteller – 11.929 Besucher – 0 Covid-Infektionen

 

Dornbirn. Die traditionelle Dornbirner Herbstmesse fand heuer vom 09.-13. September statt. Sie war die erste Publikumsmesse österreichweit seit dem Lockdown Mitte März. Entsprechend umfangreich waren die Vorbereitungen, um allen Sicherheits- und Hygieneauflagen zu entsprechen. Das Ergebnis: 370 Aussteller, 11.929 Besucher und 0 Covid-19-Infektionen.


Exakt zehn Tage ist es her, seit die 72. Dornbirner Herbstmesse ihre Tore wieder geschlossen hat. Genauso lange galt es abzuwarten, ob eine Covid-19-Infektion gemeldet wird. Nun steht fest, dass es keinen einzigen Covid-Fall in Zusammenhang mit der Herbstmesse gegeben hat. Dies ist nicht zuletzt auf das umfangreiche Hygiene-Konzept zurückzuführen, das die Messe Dornbirn in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden und externen Experten entwickelt und umgesetzt hat. „Die Sicherheit und Gesundheit unserer Besucher, der Aussteller und Mitarbeiter hatte zu jedem Zeitpunkt oberste Priorität für uns. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass sich unsere diesbezüglichen Bemühungen gelohnt haben und es keinen einzigen Covid-Fall in Zusammenhang mit der Herbstmesse gegeben hat“, freut sich Sabine Tichy-Treimel, Geschäftsführerin der Messe Dornbirn GmbH. Damit wurde gezeigt, dass mit entsprechenden Maßnahmen und der Eigenverantwortung aller Beteiligten Messen durchaus möglich sind.

Besucherandrang blieb hinter den Erwartungen
 Insgesamt 11.929 Besucher kamen dieses Jahr zur Herbstmesse. „Gegenüber den Vorjahren ist die Besucheranzahl natürlich geringer als erwartet. Wir können aber verstehen, dass für viele Menschen der Besuch einer Großveranstaltung aktuell kein Thema war und ist“, so Tichy-Treimel. Dass diese Zahlen den gegebenen Umständen geschuldet sind, zeigen aktuell auch die 10.000 Besucher der Herbstmesse in Klagenfurt. Die Dornbirner Herbstmesse abzusagen war zu keiner Zeit eine Option für die Veranstalter, da laut der 266. Bundesverordnung vom 15. Juni Fach- und Publikumsmessen wieder erlaubt waren, sodass der Messeherbst österreichweit geplant werden konnte. Die Forderung war, per 01.09.2020 die Messetore wieder zu öffnen. „Für uns und alle anderen Messeveranstalter war ganz klar, dass wir im Herbst veranstalten werden – sofern alle Sicherheitsauflagen erfüllt werden können. Die Herbstmesse Dornbirn war die erste Publikumsmesse österreichweit. Das ist unser Auftrag. Zudem wollten wir auch ein eindeutiges Signal für die Wirtschaft, die Veranstaltungsbranche und die regionale Wertschöpfung setzen. Als Wirtschaftsmotor und zentraler Marktplatz im Land tragen wir auch eine Verantwortung für unsere Region. Dieser Verantwortung möchten wir uns auch in herausfordernden Zeiten nicht entziehen“, erklärt Tichy-Treimel. Dass die Wertschöpfung rund um die Herbstmesse groß ist, zeigt auch die Anzahl der Dienstleister: Rund 60 verschiedene Unternehmen wurden für die Herbstmesse beauftragt – vom Handwerker über den Messebauer, den Veranstaltungstechniker bis hin zu Druckereien, Medien sowie Reinigungsfirmen. Hinzu kommen noch Hotellerie, Gastronomie u.v.m.

Messe Dornbirn kommt Ausstellern finanziell entgegen
Dass sich auch die Aussteller von der Besucherzahl mehr erwartet haben, liegt auf der Hand. Trotzdem war die Herbstmesse für viele kleinere Händler eine wertvolle Gelegenheit, in diesem herausfordernden Jahr zum ersten Mal wieder Einnahmen zu lukrieren. „Die Qualität der Besucher war gut. Es gibt einige Aussteller, die mit dem Ergebnis zufrieden sind. Durch das Fehlen der großen Masse, ist aber die sogenannte Laufkundschaft weggefallen. Das haben viele Aussteller natürlich beim Umsatz gespürt“, sagt Tichy-Treimel. Die Messe Dornbirn hat daher unmittelbar nach der Herbstmesse den Ausstellern ein Angebot für eine Minderung auf die Standmiete gemacht. Für die Absage der SCHAU! heuer im Frühjahr wurden die Standmieten zu 100% refundiert, trotz bereits angefallener Kosten seitens der Messe Dornbirn.

Besucher vergeben Bestnoten
Erfreulich ist vor allem die qualitative Zufriedenheit der Besucher. Rund 85 % haben die Messe mit den Bestnoten 1 und 2 bewertet. „Besucher wie Aussteller haben sich äußerst verantwortungsvoll verhalten und größtenteils auch sehr verständnisvoll gezeigt. Der Dialog mit beiden Gruppen war stets respektvoll und auf Augenhöhe. Nun gilt es den Blick in die Zukunft zu richten, das kommende Messejahr zu planen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um diese Krise bestmöglich zu bewältigen“, so Tichy-Treimel.

Messen für 2020 abgesagt
Auch für die Messe Dornbirn werden die nächsten Monate nicht einfach. Aufgrund der Ampel-Regelung und der damit verbundenen Warnstufe Orange von letzter Woche, hat die Messe Dornbirn alle weiteren Messen für 2020 abgesagt. „Eine orange Ampel bedeutet für Fach- und Publikumsmessen maximal 250 Personen und kein Gastronomiebetrieb. Damit ist es uns nicht möglich, die geplanten Formate trotz Sicherheits- und Hygienekonzept umzusetzen“, erklärt Tichy-Treimel. Infolgedessen hat die Messe Kurzarbeit angemeldet. „Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmals beim ganzen Messeteam für ihr unermüdliches Engagement, aber auch bei allen Ausstellern, Partnern, Besuchern, und Dienstleistern. Sie alle haben in diesen schwierigen Zeiten verantwortungs- und verständnisvoll das Sicherheitskonzept mitgetragen“, zeigt sich Tichy-Treimel dankbar und ergänzt abschließend: „Unsere Aufgabe als Messeveranstalter ist es nun, österreichweit in den nächsten Wochen und Monaten Lösungen zu finden. Unser oberstes Ziel ist es, Planbarkeit und Sicherheit für die gesamte Branche und für alle beteiligten Personen zu schaffen. Die Planungen für das kommende Jahr müssen die Messeveranstalter und die Aussteller baldigst starten, damit Veranstaltungen wieder in der gewohnten Größenordnung durchgeführt werden können.“

Alle Fotos: Abdruck honorarfrei zur Berichterstattung über die Messe Dornbirn, Copyright Messe Dornbirn, Udo Mittelberger.

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